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20.03.2020
Massagespiele
Viele Kinder mögen es gerne, berĂŒhrt, gestreichelt oder auch mal fester geknuddelt und gedrĂŒckt zu werden. Die Wahrnehmung der sogenannten Propriozeption, also Tiefenwahrnehmung, die ĂŒber Sehnen, Muskeln und Gelenke ans Gehirn weiter gegeben wird, wird auch beim Toben, springen und rennen gefördert. Ist dieses mal nicht möglich, an Regentagen oder bei Ausgehverbot, können auch Massagespiele einen Teil des BewegungsbedĂŒrfnisses auffangen.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, Kindern eine Massage in einem Spiel verpackt anzubieten. Sehr beliebt ist das sogenannte Pizza backen. Dazu legt sich ein Kind auf den Bauch, gemĂŒtlich mit einem Kissen oder Tuch unter dem Kopf. Der Erwachsene und oder andere Kinder knien sich neben das Kind. Als erstes werden noch kurz die Regeln besprochen. Das liegende Kind entscheidet, was passiert, mit welcher IntensitĂ€t und an welchen Körperteilen. Soll nur auf dem RĂŒcken massiert werden oder auch an den Beinen und Armen? Bei unangenehmen Wahrnehmungen sollte das liegende Kind jederzeit durch ein Wort (Stopp) oder Hinweise (nicht so doll/doller) regulieren oder auch abbrechen können. Wichtig ist dass auch die begleitenden Kinder mit ihrer Aufmerksamkeit beim liegenden Kind bleiben und mit UnterstĂŒtzung des Erwachsenen deren Hinweise umsetzen. Die hier beschriebene Vorgehensweise ist nur ein Beispiel, natĂŒrlich können Sie diese nach eigenen Ideen abwandeln und ergĂ€nzen.

Los gehts: Zuerst machen wir den Teig. Was brauchen wir dazu? Ah ja, Mehl...Der Erwachsene tut so, als hole er mit beiden HĂ€nden eine Ladung Mehl und verteilt sie auf dem RĂŒcken/Beinen/Armen usw. Die StĂ€rke wird jeweils mit dem liegenden Kind abgesprochen. Ist das schweres Mehl oder leichtes, kitzeliges? Dann kommen Zutaten nach belieben hinzu, z.B. Wasser (platschig oder weich?), Salz (gießen oder streuen?) und was Ihnen noch so einfallt...Dann wird der Teig, also das Kind ;-) „geknetet“, auch hier wieder in gutem Austausch mit dem Kind. Wie doll soll geknetet werden, eher gedrĂŒckt oder gestrichen, mit Fingern oder ganzen HĂ€nden? Tasten Sie sich langsam an die BedĂŒrfnisse des Kindes heran und bieten vorsichtig eine Art der Massage an, in den meisten FĂ€llen können die Kinder gut Ă€ußern, was sie mögen oder was ihnen unangenehm ist.
Der „Teig“ wird dann ausgebreitet, streichen Sie das Kind mit der flachen Hand oder den Fingern ab. Die ganze Zeit ĂŒber begleiten Sie Ihr Handeln sprachlich und benennen, was Sie gerade holen oder tun. Dann ist der Belag an der Reihe. Zuerst die Tomatensauce (glitschig leicht oder pampig schwer?), dann darf das Kind entscheiden, was auf die Pizza drauf soll. Salami? Dicke schwere Scheiben oder leichte kitzelige? Paprika? StĂŒckchen oder dicke Scheiben? Und so weiter...Zum Schluss kommt natĂŒrlich der KĂ€se drauf, sollen es hier dicke schwere Scheiben oder kitzeliger StreukĂ€se sein? Dann können sie die „Pizza“ gespielt in den Ofen schieben, eine Uhr stellen („ticketocketicketocke“) und nach einigen Sekunden des Wartens wieder heraus holen. Die Kinder haben meistens einen Riesenspaß dabei, wenn Sie die „Pizza“ mit dem Finger in StĂŒckchen teilen und dann das „Aufessen“ ein kurzes Durchkitzeln wird. Dann darf das nĂ€chste Kind in die Mitte. So erleben die Kinder reihum die unterschiedlichen Rollen, einerseits darf man selbst wahrnehmen, BedĂŒrfnisse Ă€ußern und Grenzen benennen, hier erlebt das Kind ernst genommen zu werden und selbst fĂŒr sich entscheiden zu dĂŒrfen, andererseits aber auch auf andere zu achten, deren BedĂŒrfnisse und Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.

Die Spielidee ist auf viele verschiedene Bereiche ĂŒbertragbar, z.B. Auto Waschanlage, Haus bauen, ein Pony pflegen und waschen und und und
.



Bild: bbroianigo/pixelio

(K.R.)
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